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Gaueinzelmeisterschaften in Lübbecke (Mai 2017)

Bei den Gaueinzelmeisterschaften in Lübbecke sind in diesem Jahr nur vier Turnerinnen an den Start gegangen. Da Lara Aydin verletzungsbedingt auf ihre Teilnahme verzichten musste, hat Pia Niehaus ihren Startplatz eingenommen und den Wettkampf in der LK1 bestritten. Nach langer Wartezeit aufgrund eines Verzuges des vorangegangenen Wettkampfes begann der Wettkampf am Schwebebalken. Pia, Alex und Steffi präsentierten ihre Übungen sturzfrei, Leonie musste das Geräte leider zweimal verlassen. Steffi und Alexandra erhielt sogar über 12 Punkte an diesem Gerät. Die Übungen am Boden gelangen ebenfalls gut, hier konnten persönliche Höchstwerte erzielt werden. Steffi, Pia und Alex erturnten hier jeweils über 13 Punkte. Seitdem am Sprung die Ausgangswerte herabgesetzt wurden, ist es besonders schwierig mit einem Handstützüberschlag über 12 Punkte zu erzielen. Steffi und Pia überzeugten jedoch mit sehr guter Ausführung und erhielten ledigliche 0,5 und 0,6 Punkte Abzug für ihre Sprünge. Hier zeigte auch Leonie ihre altbekannte Stärke und erhielt eine hohe 11er-Wertung. Am Stufenbarren startete Pia mit einer sauberen Übung (11,9). Steffi erturnte hier die Übung mit den geringsten Abzügen der gesamten Wettkampfes (-0,5). Leonie zeigte eine konstante Leistung, lediglich Alexandra verturnte den Stufenbarren. Nach noch nicht routinierter neuer Übung stürzte sie beim Flugelemtent vergaß darüberhinaus ein weiteres am oberen Holm, sodass die Wertung wenig zufriedenstellend ausfiel. 

Die Ergebnisse können sich dennoch sehen lassen: In der LK 1 gelang Pia Niehaus der Sieg in der Altersklasse 18+, Alexandra wurde 5 in der Altersklasse 2000-2004. Steffi musste sich in der LK 2 lediglich einer Turnerin vom Kunstturnverein Bielefeld geschlagen geben und erhielt den silbernen Pokal in der AK 18+. Leonie wurde in ihrer übermäßig stark besetzten Altersklasse 20. 

Relegation zur Landesliga II in Dortmund (6. November 2016)

Bei der Relegation der Landesliga II ging es in diesem Jahr um das Erreichen des ersten oder zweiten Platzes. Nur diese Platzierungen sicherten den Klassenerhalt oder den Aufstieg für die Mannschaften der Landesliga oder der erstplatzierten aus den Turngauen. Als fünftplatzierte Mannschaft am Ende der vergangenen Landesliga II - Saison musste auch unsere erste Mannschaft erneut unter Beweis stellen, dass sie diesen Anforderungen gewachsen war. Leider verlief der Wettkampf nicht optimal, zudem verletzte sich die starke Alexandra am Boden erneut während ihrer Wettkampfübung. Sie konnte die Übung nicht beenden und auch am letzten Wettkampfgerät, dem Sprung, nicht mehr antreten. 

Der Wettkampf begann am Barren, wo die Mannschaft gute Übungen ablieferte. Noch fehlt in jeder Übung das geforderte Flugelement vom unteren zum oberen Holm, jedoch wurden die Übungen sehr ordentlich präsentiert. Optimistisch ging die Mannschaft zum Schwebebalken, wo es weniger gut laufen sollte. Stürze von diesem Geräte bedeuten einen hohen Punktabzug, welcher kaum mehr aufholbar ist. Sassi startete ordentlich und sicher, wurde im Laufe ihrer Übung von ihrer Nervosität überwältigt und stürzte bei ihrem letzten Element, der freien Rolle. Steffi präsentierte eine sichere Übung, für die sie jedoch verhältnismäßig mit 10, 35 Punkten nur wenige Zähler erhielt. Lara stürzte leider bei ihrem ersten Rad, sodass ihr zudem die Akro-Verbindung fehlte. Alex stürzte ebenfalls bei der Seitwärtsdrehung, zeigte den übrigen Teil ihrer Kür jedoch sehr sicher. Umso unverständlicher war die niedrige Wertung von 9,35 Punkten. Insgesamt stand ein eher mäßiges Ergebnis von 28,55 Punkten am Schwebebalken. Am Boden wurden die Übungen in den letzten Wochen in ihrem Schwierigkeitswert erhöht und sollten viele Punkte bringen. Leider waren auch hier die Wertungen im Verhältnis zum Ausgangswert sehr niedrig. Steffi zeigte großartige Sprünge und Akros, Alex sollte ihr folgen. Leider musste sie nach der Hälfte ihrer Übung abbrechen. Dennoch erhielt sie mit 12,4 Punkten die höchste Wertung der Mannschaft. Am Sprung stand kurzfristig Sassi zur Verfügung, wobei sich das Fehlen von Alexandras Sprung bemerkbar machte. Steffi überzeugte mit einem sensationellen Überschlag, ebenso wie Leonie. Beider zeigten außerdem einen 1/2-1/2-Sprung und erhielten gute Punkte. 

Insgesamt stand leider nur ein 11. Platz in der Gesamtwertung, was in diesem Jahr den Abstieg bedeutet. Die beiden erstplatzierten Mannschaften waren außerordentlich stark und wären vermutlich auch bei einem optimal verlaufenen Wettkampf von den Schildeschern nicht erreichbar gewesen. Besonders bedauerlich ist außerdem, dass auch die anderen Vereine des Minden-Ravensberger-Turngaus in die Gauliga I absteigen, sodass das Teilnehmerfeld im kommenden Jahr sehr stark sein wird. Dennoch werden wir angreifen und haben den ersten Platz in der Gauliga I im Jahr 2017 fest im Blick - um im Herbst 2017 bei der Relegation in Sendenhorst den Wiederaufstieg in Angriff zu nehmen! 

Ergebnisliste (pdf)

3. Landesliga-Wettkampf (2. Oktober 2016)

Erst nach den Sommerferien sind in diesem Jahr die letzten Wettkämpfe der WTB-Liga in Stadtlohn ausgetragen worden. Aufgrund des Auslandsaufenthaltes von Carina Meyer ist Leonie Lücke nach sehr gutem individuellen Fortschritt aus der zweiten Mannschaft berufen worden, um in der Landesliga einen Beitrag für das Punktekonto zu leisten. 

Aufgrund der Liga-Umstrukturierung war es nötig den ersten oder zweiten Platz in der Landesliga zu erreichen, um einen direkten Klassenerhalt zu sichern. Nach den ersten beiden Wettkämpfen schien dieses Ziel zwar entfernt aber nicht unerreichbar. Motiviert ging die Mannschaft an den Start, wenn auch eine Fußverletzung von Alexandra Mens die Aussichten auf eine sehr gute Platzierung trüben sollten. 

Der Start am Stufenbarren gelang mit guten Wertungen, die trotz fehlender Schwierigkeiten in den Übungen erreicht werden konnten. Mit drei 11er- und einer 12er-Wertung von Stefanie Filippi konnte die Riege durchaus zufrieden sein. Der Schwebebalken gelang leider weniger optimal. Alexandra biss die Zähne zusammen, konnte ihr Übung jedoch nicht wie gewohnt sicher abrufen. Lara und Stefanie mussten leider einen Sturz in Kauf nehmen, zudem wurden Lara und Sassi wichtige Verbindungen nicht angerechnet. Wichtige Punkte auf dem Weg zum Klassenerhalt sind an diesem Gerät leider verloren gegangen. Am Boden hingegen überzeugte Stefanie mit einer fehlerfrei geturnten Übung. Sassi überzeugte das Kampfgericht insbesondere mit ihrer positiven Ausstrahlung. Besonders erwähnenswert ist an dieser Stelle die Leistung von Leonie. Nachdem ihr der Einstand in die Landesliga am Barren bereits erfolgreich gelungen war, legte sie am Boden ihre sonst so aufgeregt Wettkampfstimmung ab und präsentierte eine sichere, ausstrahlungsstarke Kür mit schwierigen Elementen. Den Strecksalto vorwärts konnte sie ebenfalls das erste Mal im Wettkampf zeigen. Im Mannschaftergebnis fehlte letztendlich leider die sonst sehr punkteergiebige Übung von Alexandra, für die das Turnen an Boden und Sprung nicht mehr möglich war. Am abschließenden Sprung zeigten die Mädchen und Frauen eine gute individuelle Leistung, wobei der Zustand der Sprunganlage nicht zur Zufriedenheit aller Turnerinnen war. 

Bei der Siegerehrung ist die Mannschaft mit der Tagesplatzierung sieben aufgerufen worden. Zusammen mit dem dritten und vierten Platz von den ersten beiden Wettkämpfen steht am Ende ein guter fünfter Platz in der Landesliga 2 auf dem Konto der TG Schildesche. Eine Platzierung, mit der man im letzten Jahr noch mehr als zufrieden gewesen wäre, lässt in diesem Jahr auf einen, mit 15 Mannschaften stark besetzte Relegation blicken. Aufgrund der Umstrukturierung verbleiben in diesem Jahr nur die beiden Erstplatzierten dieser Relegation in der Landesliga 2. Wichtig ist nun, die Motivation für den anstehenden Wettkampf aufrecht zu erhalten und positiv in diese Richtung zu blicken. Ziel ist es, die Übungen in kurzer Zeit in ihrem Schwierigkeitswert zu erhöhen um so gute Chancen auf eine vordere Platzierung zu haben. Mit auskurierten Verletzungen wird die Riege der TG bei der Relegation in Dortmund vollzählig an den Start gehen.

Wo noch vor einigen Jahren sichere, fehlerfrei aber einfach geturnte Übungen zu Siegen und Aufstiegen führten, sind heute Anforderungen und Schwierigkeiten gestiegen. Durch die Abschaffung der NRW-Liga und dem daraus resultierenden Zwangsabstieg starker Mannschaften anderer Vereine, steigt das Niveau in den Ligen des WTB deutlich sichtbar an. Wir geben unser Bestes!

Ergebnisliste (pdf)

 

1. Bezirksliga-Wettkampf beim TSVE  (26. September 2016)

Der erste Bezirksliga-Wettkampf brachte viel Neues mit sich. Zum ersten Mal gingen die Nachwuchsmannschaften in der AK7 auf einem offiziellen Wettkampf an die Geräte und meisterten diesen großartig. Bis vor den Sommerferien haben die Mädchen von Steffi und Jenni lediglich einmal in der Woche trainiert, sodass die Erfolgsaussichten schwierig einzuschätzen waren. Umso freudiger ist es, dass die Mädchen seit den Ferien einen zweiten Trainingstag in der Woche bestreiten und dieser sich bereits mit vielen tollen Fortschritten bemerkbar gemacht hat. Da die Trainingsgruppe mit zehn Mädchen sehr groß ist, wurden zwei Mannschaften mit je fünf Turnerinnen angemeldet. Gemeinsam starteten beide Mannschaften am Boden. Die Nervosität war groß und so plumpste die ein oder andere beim Kopfstand auf den Rücken oder fiel beim Handstang wieder um. Überhaupt kein Problem für die Mädels, sagten sie doch vorher selbst, dass sie erstmal üben wollen, wie so ein Wettkampf überhaupt ist. Mit guter Stimmung im Gepäck ging es an den Sprung und anschließend zum Barren, wo die Mädchen bereits sehr starke Übungen im Vergleich zu anderen Mannschaften zeigten. Kampfrichterin Pia Niehaus war begeistert. Am Balken waren alle zufrieden mit dem Verlauf. Letztendlich stand für die fünfte Mannschaft ein neunter Platz in der Tabelle, die vierte Mannschaft erreichte sogar einen guten sechsten Platz. Da noch einige aufregungsbedingte Fehler passiert sind, besteht sogar noch "Luft nach oben". Viel wichtiger ist jedoch die tolle Atmosphäre unter den Turnerinnen, die mit ihren Trainerinnen ein tolles Team bilden.

Am Nachmittag ging die dritte Mannschaft erstmals in der LK4 an den Start. Die bereits bei den Einzelmeisterschaften erprobten Kür-Übungen mussten hier erneut gezeigt werden. Der Start am Barren verlief nicht optimal, musste doch die sonst so starke Zoey Vedder einen Sturz in Kauf nehmen. Auch Paulina stürzte beim Aufhocken. Gut verlief es hingegen für Svea Lücke, die erstmals überhaupt die Felge vorlinks schaffte - und dann noch auf einem Wettkampf! Ria erhielt für eine nahezu perfekte Übung mit Langhangkippe viel Lob vom Kampfgericht. Am Balken ging es ähnlich weiter, kamen sogar noch viele Stürze hinzu. Der ein oder andere lustige Fall vom schmalen Gerät war zu verkraften, als nach dem Wettkampf die Ergebnislisten aushingen und die Mädchen das beste Mannschaftsergebnis am Balken erturnt hatten. Hier besteht für den kommenden Wettkampf jedoch noch viel Potential. Lediglich Nele Schmutzler turnte eine fehlerfreie Übung und erhielt mit 11,55 Punkten verdient die Höchstnote des Tages. Am Boden war es erneut Nele, die eine überragende Übung präsentierte und 13,05 Punkte auf das Mannschaftskonto verbuchte. Doch hier schlugen sich auch die Jüngeren sehr gut: Paulina präsentierte erstmals einen Flickflack im Wettkampf, Zoey überzeugte mit ihrer Choreographie und sensationellem Ausdruck und Ria erhielt ebenfalls eine sehr gute Punktzahl. Am Sprung galt das Motto: "Hauptsache drüber über den Tisch". Für die kleinen Turnerinnen ist dieser nicht leicht zu überwinden. Svea und Paulina meisterten ihre Aufgabe gut, Ria präsentierte zum Abschluss einen sehr guten Überschlag. Zoey schaffte den Sprung auf den Mattenberg, sodass zufrieden auf die Siegerehrung gewartet werden konnte. Am Ende steht ein sensationeller zweiter Platz, auf den die Trainerinnen Pia und Lea Niehaus sehr stolz sind. Der Abstand zum ersten Platz beträgt lediglich 0,3 Punkte und ist zu erreichen. Zudem war Ria als jüngste Teilnehmerin die beste Turnerin des gesamten Wettkampfes. Beim zweiten Wettkampf im November in Jöllenbeck müssen der Po erneut zusammengekniffen werden: Ria kann leider nicht teilnehmen, dafür springt Nina Hansen in das Team. Am letzten Wettkampftag Ende November in Schildesche ist das Team mit sechs Turnerinnen dann hoffentlich vollständig!

Ergebnisliste AK7 (pdf) 

Ergebnisliste LK4 (pdf)

 

Deutsche Mehrkampfmeisterschaften in Bruchsal (17. September 2016)

Nach ihrer direkten Qualifikation bei den NRW-Meisterschaften im Deutschen Achtkampf für die Deutschen Meisterschaften in Bruchsal ging Pia dort an den Start. Die Anreise erfolgte bereits am Vortag, da die Wettkämpfe üblicherweise am frühen Morgen beginnen. Später erhielten wir die Information, dass der Wettkampf erst um 13:00 Uhr des Wettkampftages beginnen sollte. Nach langwieriger Fahrt konnte so der vorherige Abend entspannt in Karlsruhe genossen werden, ebenso wie das Frühstück am nächsten Morgen. Gut gestärkt begann der Wettkampf am Schwebebalken, wo Pia ohne Sturz turnte, jedoch mit 10,6 Punkten nur wenige für eine gute Leistung erhielt. Der Boden verlief gut, erneut konnte sie die ganze Schraube sicher auf einem Wettkampf präsentieren. Am Sprung erprobte sie zum ersten Mal den Überschlag mit ganzer Schraube in der zweiten Flugphase im Wettkampf. Für diesen erhielt sie mehr Punkte als für ihren Überschlag, sodass dieser Plan direkt genutzt hatte. Am Barren rutschte sie leider bei einem vermeindlich leichten Element mit einer Hand ab und stürzte. Der übrige Teil der Übung gelang jedoch fehlerfrei, sodass noch immer über 11 Punkte auf ihr Konto gingen. Die Leichtahtletik startete mit dem 100m-Lauf und guten 14,0 Sekunden. Der Weitsprung, eigentlich Pias stärkste Disziplin misslang vollkommen, ebenso der Schleuderballwurf. Beim abschließenden Kugelstoßen konnte sie mit 8,47m jedoch noch einmal sehr zufrieden sein. 

Insgesamt verlief der Wettkampf nur zu mäßiger Zufriedenheit von Pia, jedoch hat sie im nächsten Jahr noch eine weitere Chance. Aufgrund der Tatsache, dass die Qualifitkationen aus terminlichen Gründen nicht mehr alle vor dem deutschen Turnfest durchgeführt werden können, haben die Qualifizierten aus diesem Jahr auch eine direkte Teilnahmeberechtigung für die DM im nächsten Jahr, welche im Rahme des Deutschen Turnfestes durchgeführt wird.

 

NRW-Mehrkampfmeisterschaften in Bergisch-Gladbach (11. Juni 2016)

Bei ihrer ersten Teilnahme bei den NRW-Meisterschaften im Deutschen Achtkampf konnte Pia Niehaus überraschend die Urkunde für den sechsten Platz entgegennehmen. Weniger die Platzierung als die erreichte Gesamtpunktzahl ließ die Freude noch größer werden. Die für die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften geforderte Punktzahl von 89 Punkten für die direkte Qualifitkation war erreicht und das Ticket zur DM in Bruchsal im September gelöst. 

Der Wettkampf begann am Barren, wo Pia eine gute 12er-Wertung erhielt. Am Balken leistete sie sich keinen Wackler und verbuchte 13,7 Punkte auf ihrem Konto. Am Boden konnte sie erstmals die ganze Schraube vorwärts auf einem Wettkampf präsentieren und sicher landen. Aufgrund eines hohen Schwierigkeitswerts und überzeugender Choreographie notierten die Kampfrichter ihre persönlich beste Punktzahl an diesem Gerät: 14,1 Punkte. Am Sprung waren zwei große Landefehler leider nicht vermeidbar, dennoch kann der turnerische Teil des Wettkampfes als sehr erfolgreich bezeichnet werden. Wo der Turnwettkampf vollkommen im Zeitplan absolviert wurde, war bei der Leichtathletik eine große Verzögerung wahrzunehmen. Lange Wartezeiten zwischen den Disziplinen ließen den Wettkampf besonders anstrengend werden. Morgens um 9 Uhr mit dem Turnen begonnen wurde der Startschuss für den abschließenden 100m-Lauf erst um 18 Uhr abends gegeben, auf die Siegerehrung wurde bis 19:30 Uhr gewartet. Kugelstoßen und Schleuderball verliefen nicht optimal, durch die turnerische Leistung war dies aber auszugleichen. Am Ende des Wettkampftages, bei dem sie von ihrer Schwester und ihrem Vater betreut wurde, konnte eine zufriedene Heimfahrt angetreten werden. Trainerin Maike Gräber war leider verhindert, drückte aber aus der Ferne die Daumen - mit Erfolg!

Saisonabschlussbericht der Gauliga I

Nach einer kurzfristigen Mannschaftsumstrukturierung aufgrund von Krankheiten trat die zweit Mannschaft der TG Schildesche nach erfolgreichem Aufstieg zu ihrem ersten Wettkampf in der Gauliga 1 in Bünde an. Lara, Leonie, Anik, Lea, Silja, Jenni und Janne - für die Teilnahme am Wettkampf war noch eine Turnerin mehr angemeldet als erlaubt. Da Janne nach langer Krankheit freiwillig auf eine Teilnahme verzichtete und Lara im Anschluss an diesen Wettkampf in die Landesliga-Mannschaft berufen wurde, war die Mannschaftseinteilung für die nächsten Wettkämpfe geklärt.

Der Stufenbarren verlief sehr gut, auch am Balken zeigten die Mädchen sehr gute Leistungen. Lediglich die sonst so balkensichere Silja war bei ihrem Gauliga-Debüt unglaublich nervös und musste einige Stürze in Kaufe nehmen. Am Boden überzeugte sie anschließend jedoch wieder vollkommen. Am Sprung wurden unverständlich niedrige Wertungen auf das Punktekonto der TG geschrieben. Am Ende stand jedoch ein sehr erfreulicher sechster Platz in der Gesamtwertung, mit welchem alle sehr zufrieden waren. 

Seit dem zweiten Wettkampf musste die Mannschaft nun auch noch auf die barrenstarke Anik verzichten, die aus schulischen Gründen das Turnen aufgeben musste. Dennoch konnte die Mannschaft eine weitere hinter sich lassen uns belegte Platz sieben. Am letzten Wettkampf sind besonders am Balken sind einige Punkte verloren worden, wobei Silja hier an diesem Wettkampf mit 11,3 Punkten besonders überzeugen konnte. Am Boden zeigte Janne wie schon beim zweiten Wettkampf eine starke Kür, die mit 12,85 Punkten bewertet wurde. Leider kam die Mannschaft über einen achten Platz an diesem Wettkampftag nicht hinaus, sodass in der Endtabelle ein siebter Platz verbucht werden konnte. 

Für die erste Teilnahme der Mädels in der Gauliga 1 verlief die Saison sehr erfreulich! Für die kommende Saison steht nun zunächst die Relegation zum Klassenerhalt auf dem Programm.

 

Relegation zur Gauliga 1

Nachdem die 2. Mannschaft der TG im vergangenen Jahr überraschend einen vierten Platz in der Gauliga 2 erreichen konnte, musst um den Klassenerhalt niemand mehr bangen. Umso größer war die Vorfreude, dass durch die gute Platzierung an der Relegation zur Gauliga 1 teilgenommen werden durfte. Die Anforderungen dieser Liga sind höher als noch in der Gauliga 2, sodass die Mädchen einige neue Elemente in ihre Übungen aufnehmen mussten.

Motiviert und ohne Druck startete die Mannschaft den Wettkampf in der Sporthalle des TSVE am Boden, wo unmittelbar ein Feuerwerk gezündet wurde. Janne, bekannt als Saisonarbeiterin, raubte den Trainerinnen vor den Wettkämpfen schon so manch einen Nerv. Klappen die Übungen im Training nur in wenigen Fällen, überzeugt sie auf Wettkämpfen in vollem Maße. So sicherte sie für die Mannschaft 12,45 Punkte, wobei auch Lea und Lara eine 12er-Wertung zum Ergebnis beitragen konnten. Der Sprung, nicht unbedingt das stärkste Gerät der zweiten Mannschaft, verlief zufriedenstellend. Hier knackte Leonie Lücke die 12-Punkte-Grenze. Am Barren erhielten alle Turnerinnen der Mannschaft sehr gute 11er-Wertungen. Nur noch der Zitterbalken stand bevor - die Nervosität stiegt an. Leider übetrug sich die Nervosität der Turnerinnen scheinbar auch auf den Balken und die Übungen verliefen nicht optimal. Unnötige Stürze ärgerten die Mädels besonders, da der Wettkampf zuvor doch so gut verlaufen war. Beim Einmarsch zur Siegerehrung war die Hoffnung auf eine der vorderen Plätze eher gering - umso größer war die Freude als die TG Schildesche 2 als viertplatziert Mannschaft aufgerufen wurde und somit der Aufstieg in die Gauliga 1 gefeiert werden konnte! Vollkommen unerwartet aber dennoch verdient turnen die Mädchen der zweiten Mannschaft im kommenden Frühjahr demnach eine Liga höher! Trainerinnen, Kampfrichterinnen und Zuschauer sind stolz und freuen sich auf die folgende Saison. 

Ergebnisliste (pdf)

Erklärungen zum Wettkampfmodus

Im weiblichen Kunstturnen werden sowohl Einzel- als auch Mannschaftswettkämpfe angeboten. Diese Wettkämpfe finden in verschiedenen Ligen statt, wobei einige zur freien Anmeldung stehen, andere einer Qualifikation bedürfen. Im Folgenden sind einige Erklärungen zu finden, welche die verschiedenen Wettkampfformen und -Ligen erläutern.

Die Mädchen starten zu Beginn ihrer Wettkampflaufbahn in der Bezirksliga Bielefeld mit dem Wettkampfprogramm AK, kurz für Altersklassen. Gemäß ihrer Altersklasse können sie an der Einzelmeisterschaft oder zu dritt, viert oder fünft an den Rundenwettkämpfen teilnehmen. Alle Mädchen turnen einen Vierkampf, d.h. sie starten an jedem Gerät, wobei jeweils eine vom WTB vorgegeben Pflichtübung gezeigt werden muss. Pro Gerät werden die drei höchsten Wertungen für das Mannschaftsergebnis zusammengerechnet und führen anschließend zur Gesamtpunktzahl von allen vier Geräten. Das Pflichtprogramm selbst trägt zur Grundlagenausbildung der Turnerinnen bei und ist dahingehend konzipiert worden. Für besonders talentierte Kinder besteht die Möglichkeit an der Gau- oder Landesmeisterschaft teilzunehmen, anders als im Turnbezirk sind hier die Alterklassen jedoch streng einzuhalten. Der Turnbezirk Bielefeld ermöglicht es auch älteren Turnerinnen bis zu einem bestimmten Alter an den AK-Wettkämpfen teilzunehmen. 

Ab dem zehnten Lebensjahr wechseln die Turnerinnen üblicherweise in das Kür-Programm, welches sich in vier Leistungsklassen unterteilen lässt. Die Übungen sind hier icht mehr strikt vorgegeben, es sind lediglich bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Im Turnbezirk Bielefeld werden die Leistungsklasse 4 und 3 angeboten, wobei die LK4 die leichtesten Anforderungen beinhaltet. Die Anmeldung ist für beide Klassen offen, wobei der Sieger des LK3-Wettkampfes zur Teilnahme an der Relegation zu nächsthöheren Liga, der Gauliga, berechtigt. Die Anforderungen sind in dieser Wettkampfklasse schwieriger. Exemplarisch sind Saltos am Boden, Kippen am Barren oder Räder auf dem Balken zu nennen. 

Ist der erste Platz in der LK3 des Turnbezirks Bielefeld geschafft, nehmen die Turnerinnen an der Relegation zur Gauliga II teil. Hier treten die jeweils Erstplatzierten der anderen Turnbezirke aus dem Turngau Minden-Ravensberg sowie die Plätze 5-8 der vergangenen Gauliga-Saison gegeneinander an. Anders als noch in der Bezirksliga dürfen hier jedoch nur vier Turnerinnen pro Gerät turnen, sodass lediglich eine Streichwertung möglich ist. Die Plätze 1-4 der Relegation steigen anschließend in die Gauliga II auf. Ist anschließend in der Gauliga II ein erster Platz erturnt, sichert dieser den direkten Aufstieg in die Gauliga I. Nur für die Plätze 2-4 geht es in die Aufstiegsrelegation zur Gauliga I gegen die Plätz 5-8 der vergangenen Gauliga I - Saison. Die Gauliga I wurde in ihren Inhalten bereits an die folgende Landesliga angepasst und fordert von den Turnerinnen bereits ein Flugelement am Stufenbarren.

Nach der Gauliga I kann der Sieger der Saison zur Relegation der Landesliga II des westfälischen Turnerbundes fahren. Nach demselben Prinzip treten hier die Erstplatzierten der Gauligen gegeneinander und die Plätze 5-8 der Landesliga II an und turnen um die ständig schwankende Anzahl an Plätzen in der Landesliga II. Ab der Landesliga gibt es für alle Mannschaften jeder Liga eine Relegation. Die Plätze 1-4 turnen um den Aufstieg, die Plätz 5-8 um den Klassenerhalt. Je höher die Liga desto komplexer werde nun die Anforderungen an die Turnerinnen. Ab der Landesliga I ist eine Bahn mit zwei Saltos am Boden oder eine Element mit Flugphase am Balken gefordert. Am Barren sind Handstandvarianten sowie schwierigere Abgangselemente zu präsentieren. In der Verbandsliga dürfen die Mädchen und Frauen keine nationalen Elemente (Elemente mit der leichtesten Schwierigkeit) mehr turnen und in der Oberliga kommen Schrauben und weitere Flugelemente am Balken als Bestimmung hinzu.

Im Jahr 2016 wurde die vom rheinischen und westfälischen Turnerbund gemeinsam betrieben NRW-Liga nach vielen Diskussionen aufgelöst. Daraus resultierte ein Zwangsabstieg für die vier Mannschaften des westfälischen Turnerbundes in die Oberliga. Einmalig wurde aus diesem Grund eine Oberliga mit 12 Mannschaften durchgeführt, was jedoch keine Dauerlösung bot. Aus diesem Grund sind in diesem Jahr die Plätz 9-12 direkt in die Verbandsliga abgestiegen, was sich nun auf alle Ligen auswirken wird. Auch dort ist in diesem Jahr kein Aufstieg sondern lediglich der Klassenerhalt möglich. Die Plätz 5-8 jeder Liga steigen direkt ab. 

Dies ist nur ein kleiner Überblick über ein komplexes Wettkampfssystem im Ligabetrieb. Auf Bezirks-, Gau- und Landesebene gibt es zudem noch Einzelmeisterschaften aller Leistungsklassen. Unter Berücksichtigung gewisser Vorgaben dürfen die Turnerinnen hier wählen, an welcher Leistungsklasse sie teilnehmen wollen. Eine Qualifikation für die westfälischen Meisterschaften in der LK1 ist jedoch nur möglich, wenn diese auch beim Landescup bestritten wurde. Anschließend qualifiziert sich die Gewinnerin für den Deutschland-Cup. Im Rahmen der westfälischen Meisterschaften wird auch das international gültige Kür-Programm geturnt, wobei sich die Turnerinnen mit einer gewissen Punktzahl für die deutschen Meisterschaften in ihren Altersklassen qualifizieren können. 

Alle vier Jahre findet zudem das internationale Deutsche Turnfest oder das Landesturnfest statt. Hier besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Pokal- und/oder Wahlwettkämpfen, welche auch mit Leichtathletik, Schwimmen, Tanzen etc. kombiniert werden können. Viele Jahr schon fährt eine Gruppe von Turnerinnen schon zu diesen Großveranstaltungen, die ein Highlight für jeden sind. Neben Shows und Aktivitäten gibt es ein großes Rahmenprogramm, Übernachtungen in Schulen mit gemeinsamen Frühstück und vielem mehr - ein Abenteuer für sich!